Nein! Schoßhunde, wie uns die Werbung suggeriert, sind sie weiß Gott nicht! Zwar sind sie lieb, knuffig und verspielt, aber trotz allem sollte man nicht vergessen, dass sie "Terrier" sind.
Ihr Jagdtrieb schlummert noch immer in dem kleinen kompakten Körper und wartet nur darauf, im richtigen Augenblick aufzuwachen und die Jagd zu eröffnen. Aus diesem Grund erfordert das harmonische Zusammenleben mit dieser Rasse eine starke Hand und konsequente Erziehung!

Ihr Spiel ist wachsam und fröhlich und kann mit mehreren Hunden recht schnell in ein wildes Gerangel umschlagen. Westies sind intelligente Hunde, die sehr schnell lernen, was sie dürfen und was nicht! Intelligenzspiele (z.B. von Nina Ottosson) sind daher eine klasse Beschäftigung für kleine Wilde, wie es Westies sind.

West Highland White Terrier lieben Kinder und das Spiel mit ihnen. Auch sind sie – wenn sie in jungen Tagen "Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber" gelernt haben – sehr gut verträglich mit anderen Rassen, wobei wir die Erfahrung gemacht haben, das sie meist am liebsten mit Spielgefährten ihrer Rasse spielen.

Im Winter kann es draußen nicht kalt genug sein und sie genießen die Abkühlung im Schnee. Aber Vorsicht! Durch ihr langes Haarkleid bilden sich gerne Schneeklümpchen und diese behindern das unbeschwerte Spielen im Schnee. Hier hilft es, das Haarkleid vor dem Spaziergang mit etwas Vaseline einzureiben.

Im Sommer lieben viele Westies Wasser und das Baden im See. Sie sind vorzügliche Schwimmer und man muss aufpassen, dass sie den Rückweg zum Steg nicht vergessen. Für das schnelle Abkühlen im eigenen Garten empfiehlt sich ein Becken aus Plastik!

Zusammenfassend können wir also sagen: Ein Westie ist ein Jagd- und kein Schoßhund der von Anfang an liebevolle und konsequente Erziehung genießen sollte. Sein Jagdinstinkt, den man nicht "abtrainieren" kann, sollte bereits vom Welpenalter an spielerisch umgeleitet werden, damit nicht der einst so geliebte Spaziergang schlussendlich im Jagdfieber endet.
