Das wichtigste einer jeden Erziehung ist von Anfang an eine liebevolle Konsequenz, mit welcher erwünschtes Verhalten durchgesetzt wird. Klare Kommandoansagen in Verbindung mit einer positiven Bestärkung (Lob, Leckerchen) bei erwünschtem Verhalten, bringen hier schnell den Erfolg. Dabei sollte die richtige Motivation der größten Anreiz für den Hund zum arbeiten sein d.h. nichts soll für den Hund so interessant sein, wie das Motivationsobjekt vom Besitzer - egal wie groß der äußere Reiz dabei ist.
Ein gutes Beispiel aus unserem Rudel:

Obwohl Tyler - wie all seine Geschwister - auch mit Futter zu motivieren ist, lenkt er sein Blick und seine Aufmerksamkeit sofort auf mich, sobald ich ein Bällchen oder ein Frisbee in der Hand nehme. Jede Übungseinheit wird für ihn - bei erwünschtem Verhalten - daher sofort mit einem Wurf belohnt. Da er mit Spielzeug also besonders gut zu motivieren ist, wird das Spielzeug bei uns nur zum lernen aus dem Korb geholt, damit es auch in Zukunft weiterhin ein "Highlight" bleibt.
"Wer hört, ist klar im Vorteil"
Mit Übernahme eines Hunde übernehmen wir auf allen Ebenen Verantwortung, schenken Vertrauen, sichern Wohlergehen und Überleben in der Familiengruppen, verteilen essentielle Ressourcen wie z.B. Futter und besitzen als Führungspersönlichkeit u.a. Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit zu einer liebevollen Konsequenz - Zwei wichtige Zutaten für ein harmonisches und glückliches Zusammenleben im Mensch-Hund Team!
Der Gang in die Hundeschule sollte daher für jeden Hundehalter von Anfang an (z.B. in eine Welpenprägespielstunde) zur Selbstverständlichkeit werden, denn dort lernt der Hund nicht nur Sozialverhalten anderen gegenüber, sondern der Hundehalter auch erste Grundregeln für ein harmonisches Zusammenleben. Aber auch das Kennenlernen der belebten und auch der unbelebten Umwelt, Sozialkontakte, motorische Übungen zur Trittsicherheit, Geräuschtraining und vieles mehr werden hier bereits im Welpenalter spielerisch geübt. Wie gut jedoch der vierbeinige Freund in Zukunft erwünschtes Verhalten zeigt und unerwünschtes unterlässt, liegt aber letztendlich in den eigenen Händen. Ein gutes Mensch-Hund Team, Gelassenheit auf Spaziergängen und das alleinige Beschäftigen oder Spielen im Team zeigen hier wirklich glückliche Hunde. Auch wenn es manchen Hundehalter eher traurig stimmt, wenn der kleine Freund beim Anblick Gleichgesinnter in ein "Huhu" verfällt und sich auf Kommando "Spielen" mit einem Schwanzwedeln vom Hundehalter verabschiedet, so erfreut man sich an seinem Spiel und dem glücklichen Strahlen in den Augen.

"Lass" - kann auch mal Leben retten!
In diesem Sinne - Viel Spaß beim lernen ...

